DER WELT DER KATHARER - Gruissan

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DER WELT DER KATHARER

EIN TAG IN...

Die Katharer

waren eine Glaubensgemeinschaft, die erstmals 1143 in Köln nachgewiesen wurde. Insbesondere in Okzitanien und Oberitalien ließen sich große Gemeinschaften nieder. In Okzitanien – geographisch gelegen zwischen Frankreich, Italien und Katalanien (Spanien) – wurde im Mittelalter die Sprache „langue d’oc" gesprochen – die Sprache der Troubadours und damit eine der großen europäischen Kultursprachen.
Aufgrund ihrer Bescheidenheit und der hohen ethischen Grundhaltung waren die Katharer sehr angesehen - insbesondere beim Adel.
Sie glaubten im christlichen Sinn und lebten nach der Bibel. Allerdings legten sie viele Details der Bibel anders aus als die katholische Kirche.
Als sie in der Zeit zwischen 1209 und 1310 von der römischen Kirche bekämpft und zu guter Letzt vernichtet wurden, verschanzten sich die Katharer über Jahrzehnte in der Burg Quéribus. Eine kleine Anzahl flüchtete nach dem Blutbad von Béziers vom 22. Juli 1209 nach Minerve und verschanzte sich dort. Nach mehreren Wochen der Belagerung fiel der Ort als letzte Fluchtburg der Katharer in die Hand der Kreuzritter.


Seit 1907 gilt Quéribus als historisch bedeutsames Monument und zählt neben Aguilar, Peyrepertuse, Termes und Puilaurens zu den „Fünf Söhnen Carcassonnes".
Carcassonne galt in diesen Zeiten als Hochburg.
Die fünf Festungen waren entlang der spanischen Grenze strategisch ausgerichtet,  um Frankreich zu schützen, bis die Grenze 1659 verlegt wurde.
Quéribus befindet sich in sehr isolierter und imposanter Lage in einer Höhe von 728 m auf der Spitze eines Berges, der zugleich der höchste Punkt einer Gebirgskette ist. Das nächst gelegene Dorf ist Cucugnan, nordwestlich von Perpignon.
1951 begann man mit Restaurierungsarbeiten des Turms und in der Zeit von 1998 bis 2002 fanden umfassende Arbeiten statt, so dass die Festung Besuchern zugänglich gemacht werden konnte.
Man kann mit dem Auto fast bis an die Burg heranfahren; die letzten wenigen Hundert Meter müssen jedoch zu Fuß bewältigt werden.
Der Eingang zur Burg ist sehr steil und eng, aber wenn man es geschafft hat, hinauf zu kommen, eröffnet sich einem ein grandioser Blick, den man nie mehr vergessen wird.

 
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